In welchen Ländern wird Kakao angebaut?

Wenn Du Deine KERNschmelze Schokolade genießt, hat sie zuvor schon so einige Stationen durchlaufen. Doch in welchen Ländern wird Kakao angebaut und wo beginnt sie eigentlich, die Geschichte der süßen Köstlichkeit?

Angela Beil | | 0 Kommentar(e)
In welchen Ländern wird Kakao angebaut?

Der Kakaogürtel

Die Kakaopflanze ist eine recht anspruchsvolle Pflanze und wächst nur in ganz bestimmten Ländern. Sie liebt Wärme und Feuchtigkeit und ist daher in tropischen Ländern zu finden. Dort profitiert sie von konstanten Temperaturen zwischen 25 und 30°C, hoher Luftfeuchtigkeit und viel Regen. Auf der Suche nach Kakaoanbauländern wirst Du deshalb in Regionen rund um den Äquator, zwischen dem 23sten Grad nördlicher Breite und dem 23sten Grad südlicher Breite, fündig. Du kannst Dir die Kakaoanbauländer wie ein Band vorstellen, das sich mit einer Breite von 2.200km rund um den Globus legt. Deshalb spricht man bei der Frage, in welchen Ländern Kakao angebaut wird, auch vom sogenannten Kakaogürtel. Dazu zählen insgesamt wohl rund 128 Länder, wobei es nur ein paar wenige Länder sind, in denen der Großteil der Kakaoproduktion stattfindet.

Länder, in denen Kakao anbebaut wird

Ursprünglich stammt die Kakaobohne aus Mittel- und Südamerika, heute findet der Kakaoanbau hauptsächlich in Westafrika statt. Von dort stammen etwa 70% des weltweiten produzierten Kakaos. Vor allem Länder, wie die Elfenbeinküste, Ghana und Nigeria, bieten optimale Voraussetzung, um Kakao anzubauen und zählen damit zu den Top Kakao-Exportländern.
Neben diesen traditionellen Anbauländern wird seit einigen Jahren auch in Asien, zum Beispiel in Vietnam und Indonesien, Kakao angebaut. Diese Länder produzieren hauptsächlich für Schokoladenliebhaber in Asien und exportieren weniger auf andere Kontinente.
Dass Kakao in so vielen verschiedenen Ländern angebaut wird, liegt daran, dass Schokolade einfach kaum jemand widerstehen kann. Deshalb ist der Bedarf an Kakaobohnen so groß, dass die Nachfrage nur bedient werden kann, wenn aus Kakao aus unterschiedlichen Ländern zurückgegriffen werden kann.

Kakaobohnen in Händen

Kakao aus Mittel- und Südamerika

Zwar findet in den Ländern, aus denen der Kakao ursprünglich stammt, wie gesagt, nicht mehr der Hauptanteil der Kakaoernte statt, dafür ist die Region vor allem als Herkunftsland für Edelkakao mit besonderen Aromen bekannt. In Staaten, wie Bolivien, Kolumbien, Peru, Basilien, Ecuador und der Dominikanischen Republik finden sich neben den bekannten Kakaosorten auch seltene Varianten, die für eine unglaubliche Vielfalt sorgen.

Kakao aus Afrika

Wie kam denn nun der Kakao aus seinen Ursprungsländern in Mittel- und Südamerika nach Afrika? Als im 19. Jahrhundert Schokolade immer beliebter wurde und die Massenproduktion durch Maschinen möglich wurde, war es notwendig, neue Kakaoanbaugebiete zu finden, um die steigende Nachfrage zu bedienen. Da die Möglichkeiten aufgrund der Anforderungen des Kakaobaums begrenzt sind, kamen die Schokoladenproduzenten in Europa auf die Idee, ihre westafrikanischen Kolonien zum Kakaoanbau zu nutzen. Als die Portugiesen schließlich im Jahr 1824 Kakaopflanzen von Brasilien nach Afrika brachten, bemerkten sie, dass der Kakao dort bestens wächst. Damit war der Grundstein gelegt für den Erfolgszug der afrikanischen Kakaobohnen. Seitdem zählt Kakao zu einem der wichtigsten Exportgüter Afrikas. Spitzenreiter in der Kakaoproduktion sind dabei Ghana und die Côte d’Ivoire, die Elfenbeinküste, die insgesamt über 3 Millionen Tonnen Kakaobohnen pro Jahr liefern.

Kakao aus Asien

Dass in Afrika und Südamerika Kakao angebaut wird, hast Du sicherlich schon gehört. Aber, dass auch in Asien Kakaopflanzen wachsen, ist weniger bekannt. Das liegt mit Sicherheit auch daran, dass dort der Kakaoanbau im Vergleich noch in den Kinderschuhen steckt. Erst seit den 1980er Jahren wird dort vermehrt Kakao produziert. Besonders Indonesien holt auf und erntet fleißig Kakao. Der bevölkerungsreiche Kontinent bietet schließlich eine große Chance, um Schokolade an den Mann und die Frau zu bringen. Von diesen Aussichten angelockt, steigen immer mehr Kakaoproduzenten in den asiatischen Markt ein, um die Bevölkerung mit der beliebten Spezialität auszustatten.

Kakao aus Ozeanien

Nicht nur auf dem Land, auch im Pazifischen Ozean wird Kakao angebaut. Okay, nicht direkt im Meer, aber auf den Inselgruppen Ozeaniens, die östlich von Australien liegen. Die bekannteste und größte Insel der Inselgruppe ist Papua Neuguinea, das etwa 40.000 Tonnen Kakao im Jahr liefert.

Die wichtigsten Kakaoanbauländer:

  • Elfenbeinküste
  • Ghana
  • Indonesien
  • Nigeria
  • Kamerun
  • Brasilien
  • Ecuador
  • Mexiko
  • Peru
  • Dominikanische Republik

Die Herkunft des KERNschmelze Kakaos

Nachdem Du jetzt schon weißt, in welchen Ländern überall Kakao angebaut wird, fragst Du Dich bestimmt, aus welchem der vielen Anbauländer denn jetzt die KERNschmelze Schokolade stammt. Dabei müssen wir zwischen unseren unterschiedlichen Schokoladensorten unterscheiden. Denn die Besonderheiten jeder Sorte hängen nicht nur mit ihrer jeweiligen Verarbeitung, sondern auch mit ihren Herkunftsländern zusammen.

Kakaobohnen in Schale

Kakaoanbauländer für die belgische KERNschmelze Schokolade

Die Kakaobohnen für die belgische Schokolade der KERNschmelze Kreationen stammen aus drei verschiedenen Ländern: Ecuador, Ghana und von der Elfenbeinküste. Die Bohnen werden gemischt, um den gewünschten Geschmack für Deine Schokolade zu erreichen. Denn da die Anbaubedingungen in jedem Land verschieden sind, unterscheiden sich auch die Aromen der Kakaobohnen. So gibt jedes Anbauland seinen Charakter an die Kakaobohnen ab, ähnlich wie es auch bei Kaffeebohnen der Fall ist.
In unserem Fall sorgen die Kakaobohnen von der Elfenbeinküste für ein intensives Aroma, die Kakaobohnen aus Ghana für eine angenehme Fruchtigkeit und die Bohnen aus Ecuador werden in unseren Schokoladensorten vor allem eingesetzt, um mit ihren Bitterstoffen die Leckereien perfekt abzurunden.
Die Kakaobohnen werden für unsere Schokolade in dem Verhältnis gemischt, in dem sie den optimalen Genuss der jeweiligen Sorte versprechen. Das Mischen der verschiedenen Bohnen macht es möglich, die Anteile so aufeinander abzustimmen, dass die Schokolade so schmeckt, wie Du es erwartest.
Nicht nur das Land, in dem der Kakao geerntet wird, auch der Zeitpunkt der Ernte hat einen Einfluss darauf, wie die Schokolade, die Du später in den Händen hältst, schmeckt. Für die KERNschmelze Schokolade werden ausschließlich die Kakaobohnen aus der Haupternte verwendet. Diese sind größer als Kakaobohnen, die davor oder danach geerntet werden und sorgen für einen ganz besonders raffinierten Geschmack.

Kakaobohnen aus einem einzigen Anbauland

Etwas anders als bei der belgischen Schokolade sieht es bei unseren Single Origin Schokoladen aus Tansania und der Dominikanischen Republik aus. Hier stammen alle verwendeten Kakaobohnen aus nur einem Anbauland. Eine Beeinflussung des Geschmacks durch die Zugabe von weiteren Kakaobohnen mit anderen Aromen findet hier nicht statt. Daher kann es vorkommen, dass Du beim Genuss der Tanzania oder der Santo Domingo Schokolade von Tafel zu Tafel leichte Unterschiede rausschmeckst. Schokoladenliebhaber schätzen diese charakteristischen Noten, die in den Single Origin Schokoladen zum Vorschein kommen. So wird Schokolade garantiert niemals langweilig.
Bei der Santo Domingo Schokolade erkennst Du die Aromen von blauen Früchten, würzigem Zedernholz und erdigen Noten der Kakaobohnen.
Kakaobohnen aus Tansania zeichnen sich durch ihre ausgewogene Mischung aus Säure, intensiven Bitternoten und Fruchtigkeit aus. Die Bohnen für die KERNschmelze Tanzania Schokolade stammen vorwiegend aus der Gegend um den Lake Malawi. Mit Schokolade aus Kakaobohnen aus diesem Herkunftsland genießt Du übrigens eine echte Rarität. Denn die Tanzania Kakaobohnen machen lediglich 0,1% der weltweiten Kakaoernte aus.

Hand hält KERNschmelze Schokolade mit Erdbeeren

Nachhaltiger Kakaobanbau?

Wenn es um Kakao produzierende Länder geht, kommen immer wieder die Themen Nachhaltigkeit und Arbeitsbedingungen der Bevölkerung ins Gespräch. Da ist von Ausbeutung, der Zerstörung von Natur und Kinderarbeit die Rede. Bei solchen Geschichten kann das Stück Schokolade schon mal einen schlechten Nebengeschmack erhalten. Daher geht ein Teil der Einnahmen der belgischen Schokolade, die wir verwenden, als Spende an die Cocoa Horizo Foundation. Diese Non-Profit Organisation kümmert sich um die Koordination von nachhaltigen Projekten, um das Leben der Kakaobauern zu verbessern. Durch Schulungen lernen die Produzenten, wie sie den Kakaobohnen die optimalen Bedingungen bieten. Das verbessert die Ernten, sorgt für mehr Wirtschaftlichkeit und kommt letztendlich auch Dir zu Gute, da die Schokolade so noch einmal so gut schmeckt.

Frau bei Kakaobohnenernte

Sorgfältige Pflege empfindlicher Pflanzen

Da Kakaopflanzen sehr empfindlich sind, müssen sie ständig überwacht werden, damit sie eine gute Ernte bescheren. Sowohl Veränderungen im Wetter als auch Schädlinge können den Pflanzen übel zusetzen. Auch die Folgen des Klimawandels machen sich beim Anbau der Kakaobäume bemerkbar. Steigen die Temperaturen, nimmt die Trockenheit zu und kommt es zu ungewöhnlich viel Niederschlag, können die Pflanzen nicht wie gewünscht gedeihen. Dies wiederum hat Auswirkungen auf die Kakaobohnen und deren Ernte.

Der Kakaoanbau findet meist auf verhältnismäßig kleinen Parzellen mit einer Größe von zwei bis fünf Hektar statt und die Ernte erfolgt in sorgsamer Handarbeit. Um den Kakaoanbau für die Zukunft zu sichern, müssen stetig neue Bäume angebaut werden. Denn nach 20 bis 30 Jahren wird der Ertrag eines Kakaobaumes geringer. Dann sollten die neuen Bäume mindestens drei Jahre alt sein, denn in diesem Alter tragen sie Kakaofrüchte.

Kakaofrüchte

Vom Baum zur Tafel

Die Weiterverarbeitung der Kakaobohnen findet übrigens zu großen Teilen nicht in den Anbauländern, sondern in Europa statt. Wie der Name schon sagt, findet die Herstellung der belgischen Schokolade in Belgien statt. Dazu werden die fermentierten und getrockneten Kakaobohnen aus ihren Herkunftsländern nach Belgien verschifft, wo sie noch einmal auf ihre Qualität überprüft werden bevor sie zur zart schmelzenden Schokolade, die wir kennen und lieben und die Du im KERNschmelze Onlineshop findest, weiterverarbeitet werden.

Nähere Infos, wie aus der Kakaobohne, eine Tafel Schokolade wird, findest Du in diesem Magazin-Artikel.

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