Der Kakaobaum

Der Kakaobaum ist die Grundlage für unsere wunderbare Schokolade. Ohne Kakaobaum könnten wir diese süße Sünde gar nicht genießen. Grund genug also, sich einmal näher mit ihm zu beschäftigen und zu ergründen, was die Pflanze so besonders macht.

Angela Beil | | 0 Kommentar(e)
Der Kakaobaum

Die Botanik des Kakaobaums

Wie heißt es so schön? „Solange Kakao an Bäumen wächst, ist Schokolade auch Obst.“ Das stimmt zwar nicht ganz, aber der Hauptbestandteil der Schokolade, Kakao, wächst tatsächlich an Bäumen. Die Kakaobohnen wachsen am Baum mit dem Namen Theobroma cacao L. Dieser gehört zur Familie der Malvengewächse, einer Unterfamilie der Byttnerioideae. Eine Gattung dieser Unterfamilie ist die Gattung Theobroma, die sich in 22 Arten unterteilen lässt. Eine dieser Arten wiederum ist die Theobroma cacao L.. Das „L.“ am Ende steht übrigens für den schwedischen Wissenschaftler Carl von Linné, der sich umfassend mit dem Kakaobaum beschäftigte. Die Bezeichnung „Theobroma cacao“ stammt aus dem Griechischen und heißt in etwa „Götterspeise Kakao“ oder „Speise der Götter“. Angelehnt ist der Name an die geschichtliche Verehrung des Baumes bei den Azteken und Mayas. Passend ist die Bezeichnung auf jeden Fall auch heute noch, oder?
Woher der Kakaobaum genau stammt, ist derzeit noch nicht geklärt. Wahrscheinlich kommt er ursprünglich aus Mittel- oder Südamerika.
Mittlerweile sind durch Züchtungen verschiedene Sorten des Kakaobaums entstanden. Am bedeutendsten für die Kakaoherstellung sind die Sorten Criollo, Forastero und Trinitario.

Wie sieht ein Kakaobaum aus?

Wenn Du einen Kakaobaum siehst, wirst Du ihn kaum verwechseln, so einzigartig sieht er mit seiner breiten Krone aus. Er ist lang, hat einen nur etwa 20 cm dünnen Stamm und wächst im Schatten von größeren tropischen Bäumen, wie Bananenstauden oder Kokospalmen. Es handelt sich also um einen Unterholzbaum. So wird er vor Sonne und Wind geschützt und kann unbehelligt wachsen. In der Natur wird er zwischen 10 und 15 Metern hoch, auf Plantagen stutzen ihn die Farmer jedoch meist auf zwei bis vier Meter, da er dann einfacher zu ernten ist. Seine Wurzeln reichen etwa einen Meter tief in den Boden.

Wann blüht der Kakaobaum?

Die Blätter des Kakaobaums können bis zu 35cm lang werden, haben eine glatte Oberfläche und eine schwertartige Form. Etwa drei bis viermal im Jahr bekommt er neue Blätter, die das ganze Jahr über grün sind. Die Kakaobaum Blüte wächst sowohl direkt am Stamm als auch an den Ästen des Baumes. Diese Blüten der Kakaopflanze tragen den Namen Kauliflorie. Sie sind entweder gelblich-weiß oder rötlich gefärbt und bestehen aus fünf kleinen Kelchblättern und fünf Blütenblättern. Zum ersten Mal blüht ein Kakaobaum, je nach Sorte, erst nach zwei bis drei Jahren. Ein reifer Kakaobaum im Alter von 10 bis 12 Jahren trägt pro Jahr bis zu 100.000 Blüten. Da sie sich das ganze Jahr über neu bilden, kann es vorkommen, dass sich Kakaobaumblüten und Kakaofrüchte gleichzeitig am Baum befinden. Bestäubt werden die Blüten von kleinen Mücken. Allerdings können auf natürliche Weise nur etwa 5% der Blüten Früchte ansetzen. Daher findet auf Plantagen eine zusätzliche Bestäubung per Hand statt. Daraufhin wachsen aus den Blüten innerhalt von fünf bis acht Monaten die Kakaofrüchte. Sie sind zwischen 15 bis 25cm lang, gurkenförmig und weisen, je nach Reifegrad, verschiedene Farben, wie grün, gelb, rot und violett auf. Da die Kakaofrucht eine so faszinierende Frucht ist, widmen wir ihr später noch einen eigenen Artikel. Ab einem Alter von 25 Jahren gehen die Erträge des Kakaobaums zurück.

Kakaobluete

Was braucht ein Kakaobaum zum Wachsen?

Damit ein Kakaobaum gut wächst und guten Ertrag bringt, müssen die Anbaubedingen stimmen. Und die Anforderungen eines Kakaobaums sind hoch. Daher ist das Kakaobaum Pflanzen gar nicht so einfach. Ein Kakaobaum wächst nur im tropischen Klima. Deshalb kommt er nur in tropischen Regionen vor. Früchte trägt er ausschließlich in etwa 10° nördlicher und 10° südlicher Breite. In der Nähe des Äquators ist ein Anbau auf Höhenlagen bis zu 1.000 Metern möglich, ansonsten bis zu 700 Metern. Der Boden sollte feucht und reich an organischen Stoffen sein. Unter der Humusschicht muss eine dicke Ton-, Ton-Lehm oder Lehmschicht vorhanden sein. Ein weiterer wichtiger Einflussfaktor ist die Temperatur. Sie sollte nicht unter 16°C und nicht über 35°C liegen und im Jahresdurchschnitt etwa 25°C betragen. Temperaturschwankungen schaden dem Baum genauso wie direkte Sonneneinstrahlung. Außerdem muss in den Regionen, in denen der Kakaobaum wächst, gleichmäßiger Niederschlag von mindestens 100mm monatlich fallen. Ist es zu trocken, verwelken die Kakaofrüchte. Das hat negative Folgen für die Kakaoernte. Die größten Anbaugebiete des Kakaobaums befinden sich an der Elfenbeinküste, in Ghana, Nigeria, Kamerun, Basilien, Ecuador, Mexiko, Peru, Bolivien und Indonesien.

Klimatische Anforderungen des Kakaobaums

Klimatropisch
Regionen10° nördliche und 10° südliche Breite
Höhenlagebis zu 1.000 m
Bodenfeucht, reich an organischen Stoffen
Temperaturkonstant, zwischen 16°C und 25°C
Niederschlaggleichmäßig, mind. 100mm mtl.

Die Ernte des Kakaobaums

Bei der Ernte eines Kakaobaums muss vorsichtig vorgegangen werden. Da die reifen Früchte sich nicht selbst vom Baum lösen, werden sie per Hand geerntet. Die Fruchtansätze der Kakaofrüchte am Baum dürfen dabei nicht entfernt werden, da sonst keine Blüten mehr entstehen können. Die Verbreitung der Kakaobäume kann dadurch auf natürliche Weise nur stattfinden, wenn die Früchte von Tieren gefressen werden und die Kakaosamen verstreut werden.

Kakaoernte

Nachhaltiger Kakaoanbau

Für die KERNschmelze Schokolade verwenden wir ausschließlich Kakao aus nachhaltigem Anbau. Die Cocoa Horizons Foundation arbeitet direkt mit den Bauerngruppen zusammen und unterstützt Trainingsprogramme für die Farmer. Dort lernen sie, wie die besten Bedingungen für den Kakaobaum geschaffen werden, sodass sie ihre Erträge verbessern und ihre Farmen weiterentwickeln können. Außerdem erhalten sie durch den direkten Kauf bessere Preise für ihre Ernteerträge und können so ihren Lebensunterhalt verbessern. Zudem haben sie so die Möglichkeit, in ihre Farmen zu investieren und damit ihre Lebensgrundlage zu verbessern. Nur so kann Schokolade von höchster Qualität geschaffen werden und Du kannst weiterhin die zartschmelzende KERNschmelze Schokolade genießen.

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